Autor und Redaktionsmitarbeiter
Burma-Report
Militärjunta empfängt UN-Delegation
Im September dieses Jahres werden Vertreter der Vereinten Nationen Burma bereisen und Gespräche mit der Militärregierung führen, dies erklärte der burmesische Außenminister Win Aung. Seitens der Junta wurde allerdings unmissverständlich dargelegt, dass eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Daw Aung San Suu Kyi zur Zeit ausgeschlossen sind. Dennoch begrüßen die westlichen Regierungsvertreter Rangoon’s Erlaubnis zum UN Besuch, in der Hoffnung auf verbesserte Beziehungen mit Burma. “ Ich würde es nicht als Durchbruch bezeichnen, aber ich denke es ist ein guter Schritt vorwärts” so der Kommentar des australischen Außenministers Alexander Downer.
UNHCR setzt sich für burmesische Flüchtlinge ein
Die UNHCR hat sich zur Aufgabe gemacht und Flüchtlingen aus Burma, die sich in den Flüchtlingscamps in Thailand entlang der burmesischen Grenze, im Maneeloy Burmese Centre (MBO) in der Ratchaburi Provinz oder im Flüchtlingscenter in Bangkok aufhalten, lebensnotwendige Unterstützung und Hilfe zu kommen zu lassen.
Im Juni 1998 wurde die UNHCR offiziell von der Thailändischen Regierung ersucht, sich aktiv für den Schutz und die Unterstützung bzw. Betreuung von über 100.000 Karen und Karenni im Grenzgebiet einzusetzen. Die UNHCR will die thailändische Regierung davon überzeugen einen Beschluss zu ratifizieren, der Flüchtlinge aus Burma anerkennt und ihnen Schutz vor jeglicher Art von Übergriffen seitens der Burmesischen Regierung zusichert. Gefordert wird auch eine zeitweilige Sicherung der thailändischen Camps durch Mitarbeiter des UNHCR. Wenn notwendig sollen Lager, die von Übergriffen besonders bedroht sind, weiter in thailändisches Gebiet umgesiedelt werden.
Der Ausbau der Infrastruktur (z.B. Straßen zu den Camps) soll forciert, bessere Unterkünfte und Gemeinschaftsgebäude errichtet werden, der Ausbau von sanitären Anlagen und die Versorgung mit Elektrizität in den Camps gelten als wichtiger Beitrag.
Ein weiteres zentrales Projekt des UNHCR sichert die Unterbringung, Verpflegung und medizinische Versorgung von etwa 1000 Flüchtlinge im Maneeloy Burmese Centre. Trotz all dieser positiven Aspekte, muss auch eine kritische Betrachtung einiger Programme, z. B. die Rückführung und Reintegration von Flüchtlingen, erfolgen, um die Sicherheit dieser Personen gewährleisten zu können.






